Montag, 4. Februar 2013

Als es die Tagesschau noch gab


(Eine Zukunftsvision)

Wir leben heute in einer Welt der scheinbar unbegrenzten Unterhaltung und Information. Seit der Umstellung auf das kabellose Gigabit-Internet der vierten Generation sind alle wichtigen Netze zusammengeführt. Was früher z.B. Telefon hieß, ist einfach nur noch ein kleiner Dienst neben anderen, Audio-, Video- und Textdiensten. Der Konsum ist praktisch auf jedem Gerät ohne Einschränkungen möglich. Natürlich nur, wenn man das nötige Geld dafür hat. Seit dem Zusammenschluss der größten sozialen Netzwerke, Sender und Verlagen vor einigen Jahren, sind andere Dienste praktisch bedeutungslos geworden. Private Websites und Blogs gibt es zwar noch, aber die werden nur von Eingeweihten besucht. Wer nicht auf Gigabit-Social aktiv ist, hat praktisch keine Chance wahrgenommen zu werden. Leider ist es auch so, dass die dort veröffentlichten Inhalte stark reglementiert werden. Politische Äußerungen die der Regierung des jeweiligen Landes nicht gefallen, können problemlos gelöscht werden. Das geschieht inzwischen sogar vollautomatisch und ohne Widerspruchsmöglichkeit. Diese Einschränkung wurde, inzwischen vom Großteil der Bevölkerung geschluckt. Gigabit hat also praktisch die gesamte Hoheit über das Netz und bekommt alles mit. Schöne neue Informationswelt!

Die ganze Geschichte fing aber schon einige Zeit früher an, schief zu laufen. Damals, so gegen 2013, gab es noch ein sogenanntes öffentlich rechtliches Rundfunksystem. Es wurde mit dem Rundfunkbeitrag finanziert, den jeder Haushalt und Firmen leisten mussten. Damit wurden eine Vielzahl von weitgehend unabhängigen Radio- und Fernsehkanälen, sowie Internetseiten betrieben. Hier ein historischer Beitrag dazu: Öffentlich-rechtlicher Rundfunk. Parallel dazu gab es private Sender, die nur durch Werbung finanziert wurden. Das nannte sich duales System. Da nicht jeder mit dieser "Zwangsabgabe" für die öffentlich Rechtlichen leben konnte, griffen die damaligen Zeitungsverlage diese Sache auf. Es wurde zu Recht gefragt, ob diese Art der Finanzierung nicht gegen die Freiheit des Einzelnen verstoßen würde, weil auch gezahlt werden sollte, wenn gar kein Empfangsgerät vorhanden war. Es gab hierzu hitzige Diskussionen, die einige Zeit hinzogen. Es gab aber keine schlüssigen Konzepte. Also schaute man, wo gespart werden konnte. Das erste Ergebnis war, dass die Werbung in den öffentlich rechtlichen gestrichen wurde. Auf diese Weise sollten auch die privaten Fernseh- und Radiosender gestärkt werden. Leider konnten so einige Programme der öffentliche Rechtlichen nicht mehr finanziert werden, so dass sie eingestellt werden mussten. Als nächstes wurden teure Sportveranstaltungen aus dem Programm gestrichen, deren Rechte auch nicht mehr bezahlt werden konnten. Diese wurden jetzt von Pay-TV-Sendern übernommen. Wer z.B. Fußball schauen wollte, musste also ab jetzt immer bezahlen. Den Rundfunkbeitrag dafür zu erhöhen stand nie zur Diskussion, ganz im Gegenteil. Es wurde über eine Reduktion oder Abschaffung nachgedacht, die auch einige Zeit danach beschlossen wurde. Nach ein paar Zwischenschritten blieb nur ein öffentlich rechtlicher Fernsehsender und ein Radioprogramm übrig. Diese wurden jetzt direkt vom Staat finanziert. Auf diese Weise bekam die jeweilige Regierung einen großen Einfluss auf das Programm und die Inhalte. Die Nachrichtensendung Tagesschau verkam z.B. zum Propagandainstrument, der jeweiligen Regierung. Das Ende vom Lied war, dass zum Schluss niemand mehr öffentlich rechtliches Fernsehen oder Radio schauen oder hören wollte, weil man dort sowieso manipuliert würde. Die Zeitungsverlage, die die Sache ins Rollen gebracht hatten und die privaten Sender, waren zu dem Zeitpunkt übrigens schon längst Pleite oder von größeren Firmen übernommen worden. Mit Einführung von Gigabit, wurden jetzt auch die letzten öffentlich rechtlichen Programme eingestellt. Man hatte inzwischen längst bessere Methoden entwickelt, wie das Wahlvolk mit Informationen gefüttert werden konnte. Es gab ab da also nur noch Inhalte auf Abruf. Das war also der große Fortschritt, den Gigabit gebracht hatte.

Vielleicht bin ich ein bisschen nostalgisch veranlagt (liegt wohl am Alter), aber ich erinnere mich noch gerne an die Tagesschau zurück, sowie die anderen Informations- und Unterhaltungssendungen der öffentlich Rechtlichen Sender. Auch wenn einige glaubten, Politik und andere Institutionen hätten schon damals zu viel Einfluss gehabt, die würden Augen machen, wenn sie wüssten, wie es heute aussieht. Vielleicht kommen wieder Zeiten, wo solche Strukturen gewollt und gebraucht werden. Ich werde das wohl nicht mehr erleben.

Samstag, 29. Dezember 2012

Im Studio mit Birgit und Chris

Ich bin ja eigentlich nicht so der Studiofotograf und war mir nicht ganz sicher was mich bei diesem Termin erwartet. Meine gute Bekannte Birgit Bertram hatte ihr Wohnzimmer-Studio aufgebaut, in dem sie schon viele Aufträge bearbeitet hat. Es gab eine Blitzanlage mit zwei Standblitzen und passendem Auslöser, sowie einen neutralen Hintergrund vor dem agiert wurde. Birgits Nachbar Chris war auch noch als Fotograf und Modell dabei. Der Termin sollte dazu dienen verschiedene Lichtsettings auszuprobieren und ein bisschen herumzuexperimentieren. So durfte jeder mal fotografieren und sich auch als Modell versuchen, wobei mir das Fotografieren wesentlich besser zu liegen scheint. Es hat mir jedenfalls viel Spaß gemacht und wir werden das bestimmt auch nochmal wiederholen. Ein paar der dort entstandenen Fotos könnt ihr euch hier anschauen.













Samstag, 24. November 2012

Museum für moderne Kunst

Endlich war ich mal wieder im Museum für moderne Kunst (MMK) in Frankfurt/Main. Dort werden zeitgenössische Fotografie und Kunstwerke aller Art gezeigt. Für einen Fotografen wie mich ist aber auch die tolle Architektur ein Hingucker, der mich bei jedem Besuch zu kreativen Aufnahmen inspiriert. Im Zusammenspiel mit den dort ausgestellten Kunstwerken, gibt es immer wieder neue Sichtweisen, die sich mir erschließen. Hier ein paar Eindrücke vom letzten Besuch. Fotografieren zu privaten Zwecken ist dort mit einer formlosen Genehmigung erlaubt.

Noch mehr Aufnahmen, auch von früheren Besuchen, findet ihr bei Google+ in diesem öffentlichen Album:

Museum für moderne Kunst bei Google+

Kommentare können dort mit einem Google+-Acount oder auch gerne hier hinterlassen werden.









Sonntag, 7. Oktober 2012

Dietkirchener Markt 2012

Heute war mal wieder Dietkirchener Markt (Dickerischer Maat) in Dietkirchen bei Limburg/Lahn. Dieser historische Markt wird von den Bewohnern alle drei Jahre ausgerichtet und organisiert. Er unterscheidet sich so von den kommerziellen Mittelaltermärkten, die man sonst so kennt. Auch in dieses mal wurde sich viel Mühe gegeben und eine Mengen interessanter Stände und Attraktionen aufgebaut. Hier eine kleine Auswahl von Aufnahmen, die ich dort gemacht habe. Viel Spaß beim anschauen!

















Freitag, 28. September 2012

Auf der Burg Runkel

Letzten Sonntag machten wir einen kleinen Ausflug nach Runkel an der Lahn und besuchten dort die Burg. Dabei entstanden diese Aufnahmen.